
Nicht die schlechte Haltung ist das Problem, sondern die immer gleiche. Der Nacken hält den Kopf – und der wiegt so viel wie eine Bowlingkugel.
Fünf Kilo, acht Stunden lang
Ein Kopf wiegt rund fünf Kilogramm. Solange er über der Wirbelsäule balanciert, kostet das kaum Kraft. Neigt er sich nach vorn – zum Bildschirm, zum Handy –, wächst der Hebel und die Nackenmuskulatur muss gegenhalten. Bei 30 Grad Neigung sind das schon deutlich über 15 Kilogramm Zug.
Ein gesunder Muskel hält das problemlos aus. Was er nicht aushält, ist dieselbe Position ohne Unterbrechung, Tag für Tag.
Die wirksamste Maßnahme kostet nichts
Positionswechsel. Nicht die perfekte Haltung, sondern die nächste. Stellen Sie sich einen Wecker auf 30 Minuten und ändern Sie dann irgendetwas: aufstehen, Schultern kreisen, den Blick aus dem Fenster auf etwas Weites richten, im Stehen telefonieren.
Drei Übungen für zwischendurch
- Kinn zurückziehen: Aufrecht sitzen, das Kinn waagerecht nach hinten schieben, als wollten Sie ein Doppelkinn machen. Fünf Sekunden halten, zehn Wiederholungen.
- Schulterblätter zusammen: Arme locker hängen lassen, die Schulterblätter nach hinten unten ziehen. Fünf Sekunden halten, zehn Wiederholungen.
- Seitneigung: Kopf zur Seite neigen, mit der Hand sanft nachhelfen, 20 Sekunden halten. Beide Seiten.
Wann Massage sinnvoll ist
Wenn der Muskel bereits verhärtet ist, kommen Sie mit Übungen allein oft nicht mehr durch – der Muskel ist zu hart, um sich dehnen zu lassen. Dann löst eine Massage den Knoten, und die Übungen sorgen dafür, dass er nicht zurückkommt. In dieser Reihenfolge funktioniert es am besten.
Kommt zum Nackenschmerz Schwindel, Sehstörung oder ein Kribbeln in den Armen, sollte das ärztlich abgeklärt werden, bevor behandelt wird.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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