
„Sie renken das wieder ein, oder?“ Diese Frage hören wir fast täglich. Die Antwort ist: meistens nicht – und das ist auch gut so.
Gelenkspiel statt Knacken
Jedes Gelenk hat neben der sichtbaren Bewegung ein winziges Spiel: ein Gleiten der Gelenkflächen gegeneinander, das Sie selbst nicht willkürlich ausführen können. Fehlt dieses Spiel, fühlt sich die Bewegung fest an, obwohl mit dem Gelenk strukturell nichts ist.
Manuelle Therapie prüft genau dieses Spiel – Segment für Segment. Erst danach steht fest, welches Gelenk behandelt wird und in welche Richtung.
Warum wir selten mit Impuls arbeiten
Ein schneller Impuls erzeugt das bekannte Geräusch und oft ein sofortiges Erleichterungsgefühl. Nur: Wenn die Muskulatur die neue Beweglichkeit nicht halten kann, ist die Blockade in drei Tagen zurück. Wir arbeiten deshalb überwiegend mit dosierten, gleitenden Techniken und hängen konsequent Übungen an.
Die Konzepte im Überblick
- Kaltenborn: definiertes Gleiten entlang der Gelenkflächen, sehr gut steuerbar.
- Maitland: Behandlung in Stufen, laufend am Schmerzverhalten ausgerichtet.
- Sachse: Arbeit am Bewegungssegment der Wirbelsäule.
- McKenzie: wiederholte Bewegungen zeigen die Richtung, in der der Schmerz nachlässt – Sie behandeln danach selbst weiter.
Was Sie mitbringen sollten
Geduld für den Befund. Die erste Einheit besteht zu einem guten Teil aus Fragen und Tests. Das fühlt sich weniger nach Behandlung an, entscheidet aber darüber, ob die nächsten fünf Termine treffen oder ins Leere laufen.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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