Kaum Druck, langsame Griffe, und viele schlafen dabei fast ein. Trotzdem ist die manuelle Lymphdrainage eine medizinische Behandlung mit klaren Indikationen.

Ein System ohne Pumpe

Das Lymphsystem transportiert Flüssigkeit und Eiweiß aus dem Gewebe zurück in den Blutkreislauf. Anders als das Herz-Kreislauf-System hat es keine zentrale Pumpe: Es lebt von der Eigenbewegung seiner Gefäße, von der Muskelpumpe und von der Atmung.

Ist dieses System überlastet – nach einer Operation, nach Bestrahlung, bei einem angeborenen Lymphödem –, staut sich Flüssigkeit im Gewebe. Das Bein wird schwer, der Arm spannt, die Haut wirkt prall.

Warum so wenig Druck?

Die Lymphgefäße liegen direkt unter der Haut und sind sehr fein. Zu viel Druck presst sie zu, statt sie zu füllen. Deshalb arbeiten wir mit kreisenden, schiebenden Griffen und einem Druck, der eher an ein Streichen erinnert.

Ohne Kompression nur halb so gut

Die Drainage öffnet den Abfluss – halten muss ihn die Kompression. Ein gut sitzender Strumpf oder eine Bandage ist deshalb kein Zubehör, sondern Teil der Therapie. Wenn der Strumpf drückt, rutscht oder Falten wirft, sagen Sie es uns: Dann muss neu gemessen werden.

Wann sie nicht angewendet wird

Nennen Sie uns Vorerkrankungen und Medikamente vor der ersten Behandlung. In fast allen Fällen gibt es eine geeignete Alternative, wenn eine Anwendung ausscheidet.

Passt das zu Ihren Beschwerden?

Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.

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