Kaum ein Thema hält sich so hartnäckig wie das Dehnen vor dem Sport. Die Forschung ist hier deutlich weiter als die Gewohnheit.

Vor dem Sport: kein statisches Dehnen

Langes Halten in der Dehnposition senkt kurzfristig die Muskelspannung – und damit die Schnellkraft. Vor einem Sprint, einem Sprung oder einem Kraftsatz ist das kontraproduktiv. Verletzungen verhindert es entgegen der landläufigen Meinung nicht.

Was stattdessen sinnvoll ist

Ein Aufwärmen, das die Bewegungen enthält, die gleich folgen: leichtes Einlaufen, Ausfallschritte, Armkreisen, Sprungübungen mit geringer Höhe. Fünf bis zehn Minuten reichen.

Nach dem Sport: sanft und optional

Statisches Dehnen nach der Belastung fühlt sich für viele gut an. Es beschleunigt die Regeneration nicht messbar und verhindert keinen Muskelkater – schadet aber auch nicht, solange es sanft bleibt.

Wann Dehnen wirklich etwas bringt

Als eigenes Training, unabhängig von der Sporteinheit: zwei- bis dreimal pro Woche, 30 bis 60 Sekunden pro Position, mehrere Durchgänge. So lässt sich Beweglichkeit tatsächlich verbessern – zum Beispiel bei verkürzten Hüftbeugern nach Jahren am Schreibtisch.

Die Ausnahme

Sportarten, die extreme Bewegungsumfänge brauchen – Turnen, Ballett, Kampfsport –, dehnen aus gutem Grund viel und regelmäßig. Für Läufer, Radfahrer und Kraftsportler gilt das nicht.

Passt das zu Ihren Beschwerden?

Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.

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