
Seit ein paar Jahren sind Faszien für alles verantwortlich. Ein nüchterner Blick auf das, was gesichert ist.
Was Faszien sind
Bindegewebshüllen, die Muskeln, Organe und Gefäße umschließen und miteinander verbinden. Sie übertragen Kraft, halten Strukturen an ihrem Platz – und sie sind mit Nervenendigungen gut ausgestattet, also durchaus schmerzempfindlich.
Was gesichert ist
- Faszien enthalten Rezeptoren und können Schmerz auslösen
- Sie verändern ihre Gleitfähigkeit bei Bewegungsmangel und nach Verletzungen
- Bewegung mit großen Amplituden verbessert diese Gleitfähigkeit
Was nicht gesichert ist
Dass sich „Verklebungen“ durch Rollen mechanisch lösen lassen. Der Druck, den eine Faszienrolle erzeugt, reicht dafür nicht aus. Die spürbare Wirkung ist gut belegt – sie läuft aber überwiegend über das Nervensystem: Der Schmerz sinkt, die Beweglichkeit steigt kurzfristig.
Heißt das, die Rolle bringt nichts?
Nein. Sie ist ein brauchbares Werkzeug, um vor dem Training die Beweglichkeit zu verbessern und Muskelkater erträglicher zu machen. Sie ist nur kein Ersatz für Kraft- und Bewegungstraining – und sie repariert nichts.
Was wir stattdessen tun
Bindegewebs- und Bigema-Techniken arbeiten gezielt mit Zug am Gewebe statt mit Druck in den Muskel. In Kombination mit Bewegung über den vollen Bewegungsumfang bringt das mehr als jede Rolle.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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