
Das Zwerchfell ist nicht nur Atemmuskel, sondern auch Teil der Rumpfstabilisierung. Wer flach atmet, stabilisiert schlechter.
Der Druckbehälter
Zwerchfell oben, Beckenboden unten, tiefe Bauch- und Rückenmuskeln an den Seiten: Zusammen bilden sie einen Zylinder, der bei Belastung Druck aufbaut und die Wirbelsäule von innen stützt. Fällt ein Teil aus, muss der Rest mehr leisten.
Was flache Atmung anrichtet
Bei Stress und dauerhaftem Sitzen atmen viele nur noch in den oberen Brustkorb. Hals- und Nackenmuskeln übernehmen dann Atemarbeit – acht Stunden am Tag. Kein Wunder, dass sie abends hart sind.
Eine Übung, zwei Minuten
Auf den Rücken legen, Knie aufstellen, eine Hand auf den Bauch, eine auf den Brustkorb. Durch die Nase einatmen, so dass sich die Hand auf dem Bauch hebt und die auf dem Brustkorb möglichst ruhig bleibt. Doppelt so lange ausatmen wie einatmen. Zehn Atemzüge.
Warum das mehr ist als Entspannung
Eine ruhige, tiefe Ausatmung senkt nachweislich die Muskelspannung und dämpft die Schmerzverarbeitung. Bei chronischen Rückenschmerzen ist das ein echter Baustein – kein Ersatz für Training, aber eine gute Ergänzung, die überall funktioniert.
Wenn Ihnen beim tiefen Atmen schwindelig wird, atmen Sie zu schnell. Langsamer machen und die Pausen zwischen den Atemzügen verlängern.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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