
Bei Arthrose scheint Schonung logisch – der Knorpel ist doch schon abgenutzt. Genau umgekehrt ist es richtig.
Knorpel lebt von Bewegung
Wie die Bandscheibe hat auch der Gelenkknorpel keine eigene Blutversorgung. Er wird über die Gelenkflüssigkeit ernährt, und die verteilt sich nur, wenn das Gelenk bewegt wird. Ein Gelenk, das geschont wird, wird schlechter ernährt.
Was Studienlage und Praxis zeigen
Gezieltes Training reduziert Arthroseschmerz messbar und verbessert die Funktion – bei vielen so deutlich, dass sich eine geplante Operation verschieben lässt. Entscheidend ist die Dosierung: regelmäßig, moderat, ohne Schmerzspitzen.
Was gut funktioniert
- Radfahren mit hoher Trittfrequenz und wenig Widerstand
- Wassergymnastik und Schwimmen
- Krafttraining für Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur
- Zügiges Gehen auf ebenem Untergrund
Was eher belastet
Sprünge, abruptes Abstoppen, lange Bergabstrecken und Sportarten mit schnellen Drehungen. Nicht verboten – aber in der akuten Phase ungünstig.
Die Zwei-Stunden-Regel
Ist der Schmerz zwei Stunden nach der Belastung stärker als vorher, war die Dosis zu hoch. Dann beim nächsten Mal weniger, aber nicht gar nichts.
Jedes Kilo Körpergewicht weniger entlastet Hüfte und Knie beim Gehen um ein Mehrfaches. Das ist unbequem zu hören und trotzdem einer der wirksamsten Hebel.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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