
Ein ziehender Schmerz vom Gesäß ins Bein hat zwei häufige Ursachen. Die Behandlung unterscheidet sich deutlich.
Der Unterschied in einem Satz
Beim echten Ischiasproblem wird der Nerv an seiner Wurzel in der Lendenwirbelsäule bedrängt, beim Piriformis-Syndrom weiter unten im Gesäß durch einen verspannten Muskel.
Woran man es unterscheidet
- Nervenwurzel: Schmerz zieht oft bis unter das Knie, kann von Taubheit oder Kraftverlust begleitet sein, verstärkt sich beim Husten oder Niesen.
- Piriformis: Schmerz sitzt tief im Gesäß, verstärkt sich beim langen Sitzen – vor allem auf harten Flächen – und beim Überschlagen der Beine.
Warum es für die Behandlung zählt
Ein gereizter Nerv verträgt keine Dehnung. Wer bei echter Wurzelreizung intensiv dehnt, verschlimmert die Beschwerden. Beim Piriformis-Syndrom ist genau die Dehnung – kombiniert mit Kräftigung der Gesäßmuskulatur – der wirksamste Weg.
Der einfachste Selbsttest
Legen Sie sich auf den Rücken und lassen Sie das gestreckte Bein anheben. Kommt der bekannte Schmerz schon bei geringem Winkel und zieht bis in den Unterschenkel, spricht das für eine Nervenwurzelbeteiligung. Kommt er erst spät und bleibt im Gesäß, eher für den Muskel.
Der Test ersetzt keine Untersuchung. Bei Taubheit, Kraftverlust oder Problemen beim Wasserlassen gehört das Bein sofort ärztlich abgeklärt.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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