
Die häufigste Frage nach einer Knieoperation lässt sich nicht mit einem Datum beantworten – wohl aber mit klaren Kriterien.
Kalender oder Kriterien?
Ein Zeitplan gibt Sicherheit, ist aber nur ein Mittelwert. Zwei Menschen mit derselben Operation sind nach acht Wochen unterschiedlich weit. Deshalb arbeiten wir mit Kriterien: Erst wenn eine Stufe steht, kommt die nächste.
Die vier Stufen
- Reizfrei werden. Schwellung runter, Streckung vollständig. Ein Knie, das nicht ganz gerade wird, wird auch später nicht rund laufen.
- Ansteuerung zurückholen. Der vordere Oberschenkelmuskel schaltet nach einer Operation reflektorisch ab. Er muss zuerst wieder willkürlich anspannen, bevor Gewicht Sinn ergibt.
- Kraft aufbauen. Beidbeinig, dann einbeinig. Ziel ist ein Seitenunterschied von weniger als zehn Prozent.
- Schnelligkeit und Sicherheit. Sprünge, Landungen, Richtungswechsel – erst unter Kontrolle, dann unter Ermüdung.
Der häufigste Fehler
Zu früh joggen. Laufen ist eine Serie einbeiniger Landungen mit dem Zwei- bis Dreifachen des Körpergewichts. Wenn ein einbeiniger Kniebeuge-Test noch wackelt, ist das Knie dafür nicht bereit – auch wenn nichts weh tut.
Was Sie selbst prüfen können
- Können Sie zehn Sekunden ruhig auf einem Bein stehen?
- Schaffen Sie zehn einbeinige Kniebeugen ohne Einknicken?
- Ist der Oberschenkelumfang seitengleich?
Dreimal ja heißt: Sie sind auf einem guten Weg. Einmal nein heißt: noch eine Stufe.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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