
Seile, Schlingen, ein Gestell an der Decke – der Schlingentisch sieht ungewöhnlich aus und ist eines der elegantesten Werkzeuge in der Physiotherapie.
Das Prinzip: Schwerkraft abschalten
Arme und Beine wiegen mehr, als man denkt. Wer sie bei Schmerzen bewegen soll, kämpft zuerst gegen ihr Eigengewicht. Im Schlingentisch wird das Körperteil aufgehängt – die Schwerkraft fällt praktisch weg, und Bewegung wird möglich, wo sie vorher unmöglich war.
Traktion: sanfter Zug an der Wirbelsäule
Mit einer zusätzlichen Zugvorrichtung lässt sich die Lendenwirbelsäule entlasten. Der Druck auf die Bandscheiben sinkt, gereizte Nervenwurzeln bekommen Raum. Viele beschreiben schon während der Behandlung ein deutliches Nachlassen des Beinschmerzes.
Wofür wir ihn einsetzen
- Bandscheibenbedingte Beschwerden mit Ausstrahlung ins Bein
- Sehr schmerzhafte Schultern, bei denen aktives Üben zunächst nicht geht
- Nach Operationen, wenn Bewegung nötig, aber Belastung verboten ist
- Bei starkem Übergewicht, um Gelenke beim Üben zu entlasten
Wie es sich anfühlt
Ungewohnt und meist angenehm. Der Körper liegt weich, die Muskulatur kann loslassen. Wer unter Platzangst leidet, sagt es bitte vorher – wir bauen die Aufhängung dann offener.
Was danach kommt
Der Schlingentisch nimmt Last ab, damit Bewegung wieder geht. Er ersetzt keinen Muskelaufbau. Sobald es geht, gehen wir in aktives Üben über – sonst hält das Ergebnis nicht.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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