
Vier Wochen ruhiggestellt, und die Schulter geht nur noch zur Hälfte hoch. Das ist normal – und es geht wieder weg, wenn man es richtig angeht.
Was in der Zeit passiert
Die Gelenkkapsel schrumpft, das Gleitgewebe verklebt, die Muskulatur verliert Ansteuerung und Masse. Bei der Schulter fällt das besonders auf, weil sie von allen großen Gelenken den größten Bewegungsumfang hat – und deshalb am meisten verlieren kann.
Die Reihenfolge zählt
- Passiv: Wir bewegen, Sie lassen los. Zuerst muss die Kapsel wieder nachgeben.
- Assistiv: Sie bewegen mit, etwa mit einem Stab und dem gesunden Arm als Hilfe.
- Aktiv: Sie bewegen allein, ohne Widerstand.
- Gegen Widerstand: Kraftaufbau, zuerst nah am Körper, dann in der Höhe.
Der häufigste Fehler
Zu früh gegen Widerstand arbeiten. Wenn die Kapsel noch fest ist, weicht der Körper aus: Das Schulterblatt zieht hoch, der Nacken übernimmt. Danach hat man zwei Probleme statt einem.
Wie lange dauert es?
Als Faustregel: etwa so lange wie die Ruhigstellung selbst, oft etwas länger. Vier Wochen Gips bedeuten also realistisch sechs bis acht Wochen bis zur alltagstauglichen Beweglichkeit – vorausgesetzt, Sie üben auch zwischen den Terminen.
Passt das zu Ihren Beschwerden?
Dieser Beitrag ersetzt keinen Befund. Wenn Sie wissen möchten, was davon auf Sie zutrifft, schauen wir es uns gemeinsam an – telefonisch unter 0355 – 28 92 59 90 oder direkt online.
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